Folge 22: Gelassenheit

Folge 22: Gelassenheit

In dieser Folge geht es um Gelassenheit. Kein reißerisches Thema jetzt, aber ein ganz elementares, wenn es um Glück und ein ausgeglichenes Leben geht. Gesundheit und Gelassenheit sind zwei Begriffe, die auch laut Medizin zusammengehören.

Wie in ausnahmslos jedem Bereich unseres Lebens ist die Kindheit dabei von entscheidender Bedeutung. Wie wir denken, fühlen und handeln, hängt von Neuronenaktivitäten in unserem Gehirn ab. Im limbischen System, ihr erinnert euch, wird das Trieb- oder Affektverhalten reguliert. Dazu werden bereits im Mutterleib die Verknüpfungen angelegt. Es ist das Zentrum aller Emotionen.

Diese, ich nennen es mal, Schalt- und Reaktionszentrale in unserem Gehirn wird ganz wesentlich davon geprägt, was die ersten Einflüsse waren, die es zu verarbeiten hatte. 

Die Entwicklung unseres Gehirns beginnt bereits im Mutterleib und über die Nabelschnur der Mutter werden nicht nur Nährstoffe, sondern auch Stresshormone an das Kind weitergegeben. Hat eine Mutter während ihrer Schwangerschaft also auf der Arbeit, in der Partnerschaft oder an anderer Stelle Stress durch Konflikte, Geldsorgen, Mobbing etc., wird das Stresshormon Cortisol vermehrt produziert.

Cortisol sorgt in unserem Körper für Alarmbereitschaft, damit wir handlungsfähig sind. Dauert diese Alarmbereitschaft jedoch durch Dauerstress länger an, kommt es zu einer Überstimulierung.

Auf die Basis unserer Gelassenheit haben wir keinen Einfluss

Über die Nabelschnur werden etwa 10 Prozent des Stresses der Mutter in Form von Cortisol an den Embryo weitergegeben. Warum erzähle ich euch das? Was an Stresshormonen von der Mutter an das ungeborne Kind weitergegeben wird, justiert die Hirnregionen Hippocampus und Hippothalamus. Wir sind also noch nicht geboren und unsere Gelassenheit wird geformt.

Ihr müsst es euch vereinfacht so vorstellen: Ist die Mutter während der Schwangerschaft sehr gestresst, ist dies unser „normales Ausgangsniveau“. Also wir fahren bereits innerlich hochtouriger, als wenn unsere Mutter tiefenentspannt war.

Ihr steigt in einem Fall in das Auto, das bereits im zweiten Gang fährt und im anderen Fall fahrt ihr langsam und entspannt los.

Jetzt aber erstmal viel Spaß beim zuhören und immer schee logger bleibe‘ 😉

Die Buchempfehlung zur Folge:
„Dann ist das wohl psychosomatisch“ von Dr. med. Alexander Kugelstadt

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